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Komplexverbindungen

Komplexbildungsreaktion

eine Komplexverbindung entsteht durch Anlagerung mehrerer geladener Teilchen oder Teilchen mit Ladungsschwerpunkten (LIGANDEN) an ein zentrales Teilchen (ZENTRALION oder ZENTRALATOM) mittels koordinativer Atombindungen.

eine Komplexverbindung besteht aus:

[Zentralatom (Ligand) Koordinationszahl]

[Ag (NH3)2]+   Diaminsilber-[I]-Komplex
[Fe (CN)6]4 -   Hexacyanoferrat-[IV]-Komplex
K4[Fe (CN)6]   Kaliumhexacyanoferrat-[IV]-Komlex

Benennung der Komplexe:

Ligandennamen:

  • -cyano-  CN-  Cyanid-Ion
  • -hydroxo-  OH-  Hydroxid-Ion
  • -oxo-  O2-  Oxid-Ion
  • -aquo-  H2O  Wasser
  • -chloro-  Cl-  Chlorid-Ion
  • -nitro-  NO2-  Nitrit-Ion
  • -nitrato-  NO3-  Nitrat-Ion
  • -nitrosyl-  NO  Stickstoffmonoxid
  • -amin-  NH3  Ammoniak
  Mal kurz die lateinischen Namen der Zahlen von eins bis zehn
  1. mon-
  2. di-
  3. tri-
  4. tetra-
  5. pent-
  6. hex-
  7. hept-
  8. oct-
  9. non-
  10. dec-

Zentralatom:

Hier entscheidet die Ladung des Komplexes

Ist der Komplex ein Kation, also positiv geladen so wird der Deutsche Name verwendet
Beispiel:   [Ag (NH3)2]+  Diaminsilberkomplex

Ist der Komplex ein Anion, also negativ geladen so wird der lateinische Name verwendet plus die Endung -at
[Fe (CN)6]3-  Hexacyanoferrat(III)-komplex-Ion
(III) deshalb weil der Komplex dreifach negativ ist genauso wird es gehandhabt wenn der Komplex dreifach positiv ist

Durch Komplexbildung maskieren die Zentralteilchen ihre Ursprünglichen Eigenschaften, deshalb werden sie auch für Nachweisreaktionen genutzt.

Beispiel:
Eisen (Fe3+) wird von einer negativen Ladung angezogen, aber Im Komplex [Fe(CN)6]3- wird es von der negativen Ladung abgestoßen und von der positiven Ladung angezogen.
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