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Schwefel

Vorkommen

  • 0,084%, der Erdmasse besteht aus Schwefel damit ist es, dass 15. häufigste Element der Erde
  • Größere Vorkommen unterirdisch als oberirdisch
  • Es kommt in sulfidischen Erzen vor wichtigste ist Pyrit (FeS) dem sogenannten Katzengold
  • In Eiweißen und in Haaren enthalten
  • In der Luft als verunreinigtem Schwefeldioxid
  • In Heilwasser ist es enthalten
  • Gebundene Vorkommen von Schwefel in Oxidationsstufe +6 z.B. Gips
    CaSO4 · 2 H2O

    durch brennen
    CaSO4 ·  ½ H2O

    mit Wasser feste Struktur

Herstellung

  • Durch natürliche Fäulnisprozesse wird Schwefelwasserstoff hergestellt
  • Heutzutage kaum noch Abbau von Schwefel, da er in ausreichenden Mengen bei der Erdölveredelung abfällt.

Verwendung

  • als Sulfat in Heilwasser enthalten z.B. Bitterwasser mit Magnesiumsulfat (Bittersalz)
  • In Gummi ( im Kautschuk)
  • Zur Herstellung von Schwefelsäure verwendet
  • In der Streichholzkuppe
  • In Kosmetika zur Desinfektion von Akne und Exemen
  • Hornhauterweichend, entzündungshemmend, Hautreinigend, Bakterienabtötend
  • Sulfur ad usum externum der Schwefel aus dem Arzneibuch zum äußerlichen Gebrauch
  • Feinverteilter Schwefel = Sulfur dispersissimum Teilchengröße < 20 µm für 90% der Substanzmenge

Verbindungen des Schwefels

Schwefelwasserstoff und dazugehörige Salze

Vorkommen
  • Entstehung durch Fäulnisprozesse, in Vulkangassen und Schwefelquellen
Herstellung
  • FeS + 2 HCl H2S + FeCl
    durch Verdrängung gewonnen
  • Na2S + 2 H2O H2S + 2 Na+ + 2 OH-
Verwendung
  • 0,1% H2S in der Luft sind tödlich, der Mensch riecht Schwefelwasserstoff schon im ppm-Bereich (parts per million),den es riecht nach verfaulten Eiern, aber Schwefelwasserstoff betäubt die Geruchsnerven somit wird er bald nicht mehr wahrgenommen.
  • Er ist ein Reagenz bei Reinheitsprüfungen von Schwermetallen durch Ausfällen als Sulfite

Schwefeldioxid

  • SO2 + H2O H2SO3
    • Schwefeldioxid ist ein gutes Reduktionsmittel
      2 SO2 + O2 2SO3
Verwendung
  • Schwefeldioxid wird zum Desinfizieren von Wein-, Sekt- und Bierfässern genutzt zum Abtöten von Pilzen, Bakterien und Holzwürmern.

Schwefelsäure

Eigenschaften
  • Farblose, Ölig-viskose, schwere Flüssigkeit
  • Sie reagiert in einer heftigen exothermen Reaktion mit Wasser (Achtung beim mischen mit Wasser, die Säure langsam zu dem Wasser gießen)
  • Stark Wasseranziehend, dies ist so stark das Wasser aus Verbindungen herausgezogen wird darauf beruht die Verkohlende Wirkung gegenüber organischer Substanzen wie z.B. Cellulose oder Stärke.
    CnH2nCn n C + n H2O
  • Starkes Oxidationsmittel
    Bildet mit Metallen Hydrogensulfate (MeHSO4) oder neutrale Salze, Sulfate (SO4)
  • In Wasser fast alle löslich bis auf die Salze mit Strontium-, Barium- und Bleisulfat
Herstellung
  • SO3 + H2O H2SO4
    Diese Reaktion verläuft nicht sehr gut weil sich Schwefeltrioxid nicht sehr gut in Wasser löst, deshalb löst man Schwefeltrioxid in Schwefelsäure zu H2S2O7 der sogenannten Dischwefelsäure „Oleum”, wenn man zu dieser Wasser gibt entsteht Schwefelsäure.
    H2S2O7 + H2O H2SO4
Verwendung
  • Im Labor mit eine der wichtigsten Säuren überhaupt
  • In der Technik wird Schwefelsäure in großen Mengen hergestellt und Verwendet.
    • Zur Herstellung von Kunstdünger
    • Zur Herstellung anderer Säuren
    • Zur Nitrierung und Sulfurierung in der organischen Chemie
    • Als Akkumulatorensäure
    • Als Reagenz und Trockenmittel im Laboratorium
Reaktionen
Zn + H2SO4 verdünnt  H2 + ZnSO4
Cu + H2SO4 verdünnt  Reagiert nicht
Zn + H2SO4 konzentriert  Zn2+ + SO2 + SO4²- + 2 H2O
Cu + H2SO4 konzentriert Cu²+ + SO2 + SO4²- + 2 H2O
       
     starkes Oxidationsmittel

Thiosulfat und Natriumthiosulfat

S2O3²- (Thiosulfat)
Na2S2O3 · 5 H2O
Natriumthiosulfat pentahydrat
Natrii thiosulfas pentahydricus
Verwendung
  • Natriumthiosulfat wird in der Pharmazie als Antioxidationsmittel genutzt
  • In der Photografie ist Natriumthiosulfat als Fixiersalz bekannt.
    D.h. auf dem Photopapier ist eine schicht aus Silberbromid, Durch Lichteinfall wird das Silberbromid zu elementarem Silber Zersetzt. Das auf den unbelichteten Stellen vorhandenes Silberbromid muss abgewaschen werden da es sonst unter Lichteinwirkung sich zersetzen würde. Das abwaschen geschieht in einem Fixierbad dabei reagiert das noch vorhandene Silberbromid mit dem Fixiersalz Natriumthiosulfat in einer Komplexreaktion zu Dithiosulfatoargentat-1-Komplex-Ion.
    AgBr + 2 Na2S2O3 [Ag(S2O3)2]3- + Br- + 2 Na+
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